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Fondsentwicklung

Am Anfang steht die Idee

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Aktien-, Immobilien-, Misch- und Rentenfonds: Union Investment verwaltet mehr als 250 Fonds für Privatkunden. Doch wie entstehen Fondsideen, die am Markt erfolgreich sind? Bei Union Investment sind daran viele Köpfe beteiligt.

Hohe Erträge, regelmäßige Ausschüttungen auch in schwierigen Zeiten, Schutz vor Verlusten – oder mehrere Ziele gleichzeitig: Die Bedürfnisse der Anleger sind vielfältig. Weil der Markt gleichzeitig immer komplexer wird, ist es für eine erfolgreiche Fondsgesellschaft wichtig, sich permanent mit der Produktpalette zu beschäftigen. Fondsprodukte zeitgemäß zu gestalten heißt, auf veränderte Kundenbedürfnisse zu reagieren, das veränderte Kapitalmarktumfeld dabei nicht aus den Augen zu verlieren und aktuelle Angebotslücken zu schließen. Weil die Mitarbeiter von Union Investment täglich am Marktgeschehen teilnehmen, wissen sie, welche Trends vorherrschen. Damit sind sie wichtige Ideengeber für neue Produkte.

„Das gesamte Haus wird einmal im Jahr mit unserem Ideenscreening dazu aufgerufen, Vorschläge einzureichen.“
Carsten Molz, Mitglied der Gruppe Sortimentsstrategie & Regulierung im Segment Privatkunden
Tobias Geibies

Tobias Geibies ist Leiter der Gruppe Sortimentsstrategie & Regulierung, die für die Entwicklung der neuen Produkte im Privatkundenbereich mit verantwortlich ist.

Zwei Minuten für ein Fondsprodukt

„Das gesamte Haus wird einmal im Jahr mit unserem Ideenscreening dazu aufgerufen, Vorschläge einzureichen“, sagt Carsten Molz. Er ist Mitglied der Gruppe Sortimentsstrategie & Regulierung im Segment Privatkunden, unter deren Leitung die alljährliche Innovationssuche stattfindet. Vertreter aus verschiedenen Bereichen des Hauses nehmen alle eingereichten Ideen gemeinsam unter die Lupe, diskutieren und bewerten sie: So bringt das Portfoliomanagement Expertise zur Produzierbarkeit ein und Marktexperten schätzen die Absatzchancen sowie die Relevanz aus Sicht der Vollsortimenter- und Lösungsanbieterpositionierung. Zudem sitzt die Marktforschung mit Blick auf die Kundenbedürfnisse mit am Tisch.

In der Regel werden etwa 50 Einreichungen in einem zweistufigen Verfahren geprüft. In einem ersten Workshop wird jede Produktidee in etwa zwei Minuten vorgestellt – Zeit, um die Anwesenden zu überzeugen. Klar werden müssen dabei Produktversprechen, Zielgruppe und mögliche Herausforderungen. Für rund zehn Ideen geht es in einem zweiten Workshop weiter. Zu diesem sind auch die Ideengeber eingeladen, die dann vor Ort präsentieren. Im Anschluss entscheiden die Teilnehmer, für welche der Vorschläge das Absatzpotenzial geschätzt werden soll. Nach der Abschlusspräsentation vor dem entscheidenden Gremium werden die konkrete Umsetzung und der Auflegungszeitpunkt festgelegt.

„Es ist uns seit Jahren wichtig, sehr gezielt auf Kundenbedürfnisse einzugehen, anstatt einfach eine Vielzahl neuer Produkte auf den Markt zu werfen.“
Tobias Geibies, Leiter der Gruppe Sortimentsstrategie & Regulierung

Unverzichtbare Ideenschmiede

Insgesamt erzielt Union Investment unter den vier größten Fondsgesellschaften den höchsten Nettoabsatz je Auflegung. Das Ideenscreening ist in der Fondsgesellschaft eine zentrale Instanz, wenn es darum geht, neue Produkte zu lancieren. Der Wandel des Markts hat der unternehmensweiten Suche nach innovativen Ideen zusätzliches Gewicht verliehen: „Vor der Niedrigzinsphase waren Garantie- und Rentenlaufzeitfonds in unserer Produktpalette gesetzt. Solche Fonds wurden außerhalb des Ideenscreenings geplant und zu festen Terminen aufgelegt“, sagt Carsten Molz. Da im Niedrigzinsumfeld vorerst keine neuen Produkte dieser Art aufgelegt werden, sei das Ideenscreening noch wichtiger geworden.

Carsten Molz

Carsten Molz ist Mitglied der Gruppe Sortimentsstrategie & Regulierung im Segment Privatkunden.

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Produktvorschlägen haben es 2016 geschafft. Die enge Auswahl zeugt von einem Prozess, der das Ziel hat, Klasse statt Masse auf den Markt zu bringen.

Neue Wege für 2017

Geschafft haben es 2016 drei Produktvorschläge – von insgesamt 55. Es sind die Fonds „UniRak Nordamerika“, „Quoniam Emerging Markets MinRisk“ und „UniEuroRenta Corporates Hybrid“. Drei weitere Fonds – „UniStruktur“, „UniProInvest: Struktur“ und „UniProInvest: Aktien“ (Arbeitstitel, Stand: Mai 2017) – kamen aus dem Ideenscreening und wurden von einer separaten Arbeitsgruppe bewertet. Wenn sie 2017 aufgelegt werden, ist die Anzahl neuer Fonds damit deutlich höher als in den Jahren davor. „Bislang waren wir bei unseren Auflagen eher defensiv – 2015 und 2016 lancierten wir jeweils nur zwei Produkte, eines stammte in jedem der beiden Jahre aus dem Ideenscreening. Es ist uns seit Jahren wichtig, sehr gezielt auf Kundenbedürfnisse einzugehen, anstatt einfach eine Vielzahl neuer Produkte auf den Markt zu werfen“, sagt Tobias Geibies, Leiter der Gruppe Sortimentsstrategie & Regulierung.